Bericht 4. Spielwochenende Oberliga Südwest 2024/25: SG Rheinhessen verpasste Herbstmeisterschaft knapp

16. November 2024

Am vergangenen Wochenende kassierte die SG-Erste mit 2:6 die erste Saisonpleite bei Regionalligaabsteigerin TuS Neuhofen. Da parallel Ligaprimus TB Andernach beim 3:5 gegen den TV 1861 St. Wendel ebenfalls patzte, schrammten die Rheinhessen:innen denkbar knapp an der Herbstmeisterschaft vorbei, bleiben allerdings im Rennen um den Titel beinahe gleichauf. Dies vor allem Dank des 5:3-Pflichterfolges über Schlusslicht BSG Neustadt. 

 

Dieses Mal fehlte das finale Stück zum erfolgreichen Puzzle: Wie bereits an den beiden vergangenen Spielwochenenden stellte Teammanager Sebastian Züfle den Kader aufgrund des Fehlens von Stammpersonal breit auf und erhoffte sich, dass es wieder knappe Erfolge geben würde. Gegen die „Rote Laterne“ BSG Neustadt ging diese Rechnung noch auf – 5:3. Im abschließenden Vorrundenspiel war die TuS Neuhofen dann allerdings zu stark, gewann wichtige Schlüsselspiele und holte sich mit 6:2 den Triumph. „Wir haben trotz der abschließenden Pleite eine richtig starke Hinrunde aufs Parkett gelegt.“, bilanziert Pressesprecher Michael Bothner, „Dies ist keinesfalls ein Beinbruch oder das Ende unseres Traumes. Jetzt lecken wir erst einmal die kleine Wunde und fangen dann an, uns auf die entscheidende Rückrunde zu konzentrieren.“

 

Im ersten Oberligaheimspiel der noch jungen Erfolgsgeschichte der Spielgemeinschaft in Bad Kreuznach heimste das Spitzenteam den wichtigen und angestrebten Erfolg ein. Nach den Auftaktdoppeln führten allerdings die Gäste von der Weinstraße. Georgi Ruptsov/Simon Junker und Andreas Brauns/Bastian Lahr mussten sich Lukas Wüst/Alex Engelhardt respektive Nico Prenzel/Sebastian Buchwald geschlagen geben. Wieder einmal sprang das Frauendoppel in die Bresche und zog das erste Schlüsselspiel. Elena Popivanova/Victoriya Popova wendeten einen Satzrückstand zu ihren Gunsten und setzten Laura Kaiser/Melanie Rapp zum wichtigen Anschluss schachmatt. Die Gäste schöpften durch den Zweisatzerfolg von Engelhardt über Junker berechtigte Hoffnungen auf Zählbares. Die rheinhessischen Federballkünstler:innen durften sich nun keinen Ausrutscher mehr erlauben und lieferten eindrucksvoll. Danylo Skrynnik ließ im Spitzeneinzel Wüst vor allem im zweiten Durchgang links liegen. Einen weiteren Punkt spielte Ruptsov ein, der den routinierten Prenzel alt aussehen ließ. Im nächsten „Muss-Vergleich“ gab Popivanova ihrer Kontrahentin Kaiser in zwei knappen und spannenden Sätzen das Nachsehen. Auch das Mixed Popova/Skrynnik ließ sich nicht lumpen und zeigte Rapp/Buchwald die Grenzen auf – 5:3. 

 

Mit diesem Erfolg im Rücken reiste die SG-Erste selbstbewusst zum Hinrundenabschluss in den Süden des Bundeslandes. Mit der Regionalligaabsteigerin TuS Neuhofen wartete dort allerdings eine hohe Hürde – zu hoch an diesem Tag. Wiederholt gingen die beiden Männerdoppel verloren. Während Ruptsov/Joey Kobylanski immerhin im ersten Durchgang Timo Kettner/Sebastian Gaag einigermaßen Paroli bieten konnten, standen Lahr/Bothner von Beginn an auf verlorenem Posten. Die TuS zog das Momentum durch den etwas überraschenden Erfolg im Frauendoppel vollends auf ihre Seite. Nadine Schermer/Daniela Kettner ließen ihr Herz auf dem Feld, spielten ihre größere Erfahrung gekonnt aus und behielten in einem Herzschlagfinale den kühleren Kopf – 0:3 aus Sicht der SG. Neuhofen ließ in der Folge gar keinen Zweifel am Triumph aufkommen und machte den Sack früh zu. Skrynnik biss sich im Spitzeneinzel die Zähne am bis dato noch ungeschlagenen T. Kettner aus – 0:4. Die sich anbahnende Pleite wurde durch Ruptsovs knappe Niederlage im zweiten Männereinzel harte Realität. Min Wai Lwin hatte in diesem Vergleich auf Messers Schneide am Ende die Nase knapp vorne – 0:5. Damit war die erste Saisonniederlage in Stein gemeißelt. In der Folge bewies die SG-Erste Moral und betrieb immerhin Ergebniskosmetik. Denn jeder einzelne Spielgewinn vermag am Ende ausschlaggebend sein. Das Mixed ging dabei ohne gespielten Ballwechsel an Popva/Skrynnik. Im Fraueneinzel revanchierte sich Popivanova bei Schermer für die Pleite im Doppel und verkürzte auf 2:5. Den Schlusspunkt setzte dann wieder Neuhofen in Person von Thorsten Herrmann, der vor allem im ersten Satz seine ganze Erfahrung aufbringen musste um dem jungen SG-Talent Kobylanski das Nachsehen zu geben – 2:6. 

 

Nach der ersten Saisonpleite beläuft sich das Punktekonto der SG Rheinhessen auf 11:3. Da Tabellenführer TB Andernach ebenfalls verlor, verpassten die Rheinhessen:innen zwar den Gewinn der Herbstmeisterschaft, sind allerdings weiterhin voll im Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Mitte. Mit diesem Ziel geht die Equipe in die am 18.1.2025 beginnende Rückrunde und möchte dann beim 1. BCW Hütschenhausen die Scharte auswetzen und direkt zurück in die Erfolgsspur finden. 

 

Detailergebnisse: 

SG Rheinhessen – BSG Neustadt 5:3

1.MD: Ruptsov/Junker – Wüst/Engelhardt 17:21, 18:21

FD: Popivanova/Popova – Kaiser/Rapp 18:21, 21:15, 21:18

2.MD: Brauns/Lahr – Prenzel/Buchwald 6:21, 09:21

1.ME: Skrynnik – Wüst 21:18, 21:10

FE: Popivanova – Kaiser 21:18, 21:19

MX: Popova/Skrynnik – Rapp/Buchwald 21:17, 21:19

2.ME: Ruptsov – Prenzel 21:19, 21:16

3.ME: Junker – Engelhardt 17:21, 17:21

 

TuS Neuhofen – SG Rheinhessen 6:2 

1.MD: T. Kettner/Gaag – Kobylanski/Ruptsov 21:17, 21:09

FD: Schermer/D. Kettner – Popivanova/Popova 19:21, 21:13, 22:20

2.MD: Lwin/Herrmann – Bothner/Lahr 21:7, 21:7

1.ME: T. Kettner – Skrynnik 21:18, 22:20

FE: Schermer – Popivanova 18:21, 11:21

MX: D. Kettner/Gaag – Popova/Skrynnik 0:21, 0:21

2.ME: Lwin – Ruptsov 21:16, 19:21, 21:19, 21:15

3.ME: Herrmann – Kobylanski 21:19, 21:14

 

Alle Ergebnisse und die aktuelle Tabelle sind unter folgendem Link zu finden:

https://dbv.turnier.de/sport/league/draw?id=DBE48728-6800-4C27-BA1F-0E790784C21C&draw=10